Design trifft Medizintechnik

HBLA Lentia im Ars Electronica Center in Linz: Design trifft Medizintechnik. Innovative Designlösungen waren am Ars Electronica Festival 2017 beim interaktiven Workshop "BR41N.IO" gefragt. In Zusammenarbeit mit der Firma „g.tec medical engineering“ sollten Hauben für die Messung von Hirnströmen um ein anspruchsvolles Design erweitert werden.

Diese Kopfbedeckungen ermöglichen Menschen, die nicht in der Lage sind auf herkömmliche Art und Weise zu kommunizieren, Signale an die Außenwelt weiterzuleiten. Diese Technik wird vor allem im medizinischen Bereich, zum Beispiel für Koma- oder Schlaganfallpatienten genutzt.

Schülerinnen und Schüler des Modezweiges der HBLA Lentia stellten sich der Herausforderung und kreierten durch den Einsatz von Nähmaschinen und 3D-Drucker zwei voll funktionsfähige Kopfbedeckungen mit futuristischem Design. Erlernte Designstrategien konnten dabei in einem internationalen Workshop angewandt werden. Durch Probemessungen mit den neuen Headsets konnten Hirnaktivitäten bereits abgelesen werden. Die Kombination von modischen Aspekten mit der Funktion eines Medizinproduktes ist eine wirtschaftliche Neuerung.

Bei der langen Nacht der Museen am 07. Oktober 2017 wurden die Headsets im Foyer des ARS Electronica Centers zur Schau gestellt. Als Teil der aktuellen Dauerausstellung des Ars Electronica Centers sind die Hauben nun im „Brainlab“ in der „Main Gallery“ zu sehen.

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Headset „Sculpt von Matthias Francis Hosner und Moriz Simonsberger

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Headset „g.Calotta von Nina Krammer, Tobias Schwarzlmüller und Sara Ivan

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Prototyp für ein Headset, HBLA Lentia

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Schülerin Nina Krammer mit dem Headset "g.Calotta"

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von links, Moriz Simonsberger, Matthias Francis Hosner und Nina Krammer, Teilnehmer/innen des Workshops Bild

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Headset „Sculpt“ im 3D-Drucker

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„Sculpt“ im 3D-Drucker

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Präsentation des Headsets „Sculpt“

Autorin und betreuende Lehrkraft: Katharina Mayrhofer